A Doctor Who Wedding

Wer hätte es gedacht, so schnell ist der Tag gekommen und gegangen... fast schade, wenn man bedenkt, wie viele Vorbereitungen für das Gelingen notwendig waren. Aber wir haben ja früh begonnen. Hier der Insiderbericht:
Angefangen haben wir schätzungsweise 2 Jahre vor dem großen Tag - und zwar erst mal mit der Beschaffung von Schlüsseln. Jaja, es wahr schon früh klar, wo es hin gehen soll. Mit freundlicher Unterstützung des Bonner Flohmarktes (danke für viele Rabatte und Geschenke!!!) kamen etwas mehr als die benötigten 110 Schlüssel zusammen.


Jedes Schlüsseldesign steht für einen der 12 existierenden Doctoren, die im Laufe der Zeit (wir sprechen immerhin von einer über 50 Jahre alten Serie) mitunter recht eigenwillige Klamotten trugen.
Warum Schlüssel?
Die wichtigsten Begleiter des Doctors erhielten immer einen Schlüssel zu seiner TARDIS - der Maschine, die durch Zeit und Raum reisen kann.
Da wir unsere Gäste als solche wichtigen Begleiter in unserem Leben sehen, brauchten sie also einen Schlüssel.


Dann ist man ja noch nicht fertig... das gehört alles schön verpackt!
Man macht also 110 selbstdesignte Occhi-Fliegen, denn 'Fliegen sind Cool' sagte der 11. Doctor Matt Smith und wir stimmen ihm da zu. 30min pro Stück - das nur als fun Fact.
Man kauft eine Anhängerstanze, freut sich wie Bolle, dass die wie die TARDIS aussieht, schreibt das Motto des Abends drauf (Zitat 11. Doctor), rotes Bändchen durch das ganze gezogen, fertig!
Ähm, nein, nicht ganz...


Sagt Bye bye zu Muttis alter Briefmarkensammlung, die sie bereits vor etwa 2 Jahrzehnten weiter vererbte...
Aufgegangen in den coolsten Gastgeschenkverpackungen/ Tischkärtchen ever!
Hintergrund: Der 11. Doctor mal wieder - ist für einiges gut, der Kerl... hat an seine besten Freunde wegen eines wichtigen Ereignisses solche Briefe verschickt.
Nun kannte er sich auf der Erde nicht soooo gut aus, daher hat er es mit dem Porto übertrieben... Fun fact: Bei einigen ist es uns gelungen, passende Marken zu Hobbies und ähnlichem zu finden.
Zu sehen sind hier die wundervollen Aufnahmen von unserer Fotografin Nina Senger-Mertens
Unverkennbar sind natürlich unsere eigenen Umschläge - die Einzigen, bei denen Zitate zum Einsatz kamen statt Namen. Übrigens auch wieder vom 11. Doctor... dabei ist das SEIN Favorit - SIE mag Nummer 10 viel lieber... aber was passt, passt halt.


Apropos passen... Einladungen darf man bei den ganzen Bastelarbeiten nicht vergessen.
Die besten 'Save the dates' gab es bei Geekvites.com doch leider leider keine passenden Einladungskarten...
Aber man kennt ja seine Leute! In diesem Fall die liebe Cousine, die zwar keine Ahnung von Doctor Who hatte, dafür aber eine ganze Menge vom Designen versteht. Man schickte ihr also ein paar Bilder, erzählte etwas dazu, klöppelte einen Text zusammen und fertig waren die Meisterwerke aus dem Hause 'JA Kreativ Agentur'


Wo wir gerade von Hilfe sprechen...
Bastelfeen im Familien- und Freundeskreis sind unentbehrlich. Man kann einfach nicht alles selber machen und es ist superschön, wenn es da jemanden gibt, der sich über Projekte freut! Dankeschön ihr Mitwahnsinnigen!!!

Zum Beispiel Menukarten:
Passenderweise gab es 12 Tische, ergo konnte man die entsprechend dekorieren. An denen saß eine Freundin einen ganzen Abend! Und wir dachten doch tatsächlich, dass uns ein komplettes Set für Deko bleiben würde - da hatten wir nicht mit den Gästen gerechnet - ich glaube es ist noch nie vorgekommen, dass jemand Menukarten als Souvenier mitnimmt - wenn das mal keine Wertschätzung der Arbeit ist, weiß ich es auch nicht.
Quelle für das Design: 'The joyful fox' auf Etsy

 

Dieselbe gute Fee hockte auch über den Autoschleifen...
Derweil strickte sich SEINE Mutter einen Wolf - pardon einen Schal. Ihr ahnt es schon, der 4. Doctor kommt endlich mal zum Zuge.
Auch hier wusste die Wollverkäuferin schon, was es werden würde. Überall traf man auf Fans - das hat riesig Spaß gemacht!


Keine Hochzeit ohne Torte und weil man ja so ein ausgefallenes Thema hat, von dem ausgerechnet der Konditor keine Ahnung hat (im Gegensatz zur Schneiderin und der netten Dame vom Floristikladen nebenan) greift man eben selbst zu Papier und Stift und entwirft mal eben das dreistöckige Ungetüm.
Und o wow o wow, sie haben gezaubert!!!
Und weil man keine Lust hat, einen sündhaft teuren Caketopper zu kaufen, (sorry The Rosemarry) nimmt man das zum Anlass selbst zum ersten Mal Fimo in die Hand zu nehmen. Frei nach dem Motto: Wer mit Ton klar kommt, sollte das packen. War auch so. Ähm, am Tag vor der Hochzeit...

Viele Kleinigkeiten ergeben das Gesamtwerk - wir sind noch lange nicht am Ende!
Man braucht Accessoires von 'SmittenKitten' und gestaltet ein Gästebuch. Fotoprops müssen besorgt werden und und und.
Gut, dass man noch Acrylfarben rumfliegen hat und einen Karnevalsausstatter in der Nähe - und perfekt, wenn man Teil eines Orchesters ist und da einen Haufen Verrückte für ein ganz besonderes Projekt kennt... 
Während SIE den ganzen 'Kleinkram' organisierte, hatte ER größere Ziele... viel größere! Er baute eine TARDIS für die Gästebuchfotos. Mehr muss man dazu nicht sagen. Vielleicht tut es eine neue Wortschöpfung - Vergeekt - als Mischung aus verliebt und Geek... in den Mad Man with the box (und in die blaue Box).

Hier noch ein paar Geheimnisse:
1. Jeder weiß, was in unseren Ringen steht.
2. Im Laufe des Tages wechselte ER die Fliege und SIE die Schuhe.
3. Seine Socken waren Off-Topic.
4. Wie das Doctor Who Thema klingt, weiß jeder, der an dem Tag dabei war - danke an den phänomenalen Bass, die 2 göttlichen Chelli, die hammergeile Bratsche und 4 himmlische Mitgeiger!
5. Die Noten waren ein absoluter Glücksfund bei dieser Gruppe vom FWYO!!!
6. Die Länge des Schals beträgt 7 Meter und war das beste Accessoire für die Fotos!
7. Die Innenseite der Menukarten hatte ein zartes silbernes Blattmotiv. Warum? Claras Blatt!
8. Der Tardisbau dauerte 2 Monate - sie steht jetzt im Wohnzimmer, hat einen Lichtanschluss und Regale bekommen.

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